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Medientage München am Freitag: Wann stirbt Facebook nun endlich?

Dr. Richard Heigl erklärte "Warum Facebook stirbt". In diesem Jahr gibt er auf den Medientagen München ein Update.
„Facebook hat Mediengeschichte geschrieben." Dr. Richard Heigl, Geschäftsführer der Hallo Welt! Medienwerkstatt in Regensburg, sprach vor einem Jahr auf dem MedienCampus-Areal der Medientage München über den Siegeszug von Facebook – und über seinen Niedergang. „Warum Facebook stirbt" lautete seine provokante These. In diesem Jahr gibt er am Freitag, 26. Oktober 2012, im kostenfrei zugänglichen MedienCampus-Areal dazu ein Update (ICM-Messe München-Riem).
Im vergangenen Jahr ist Richard Heigl zunächst die positiven Aspekte von Facebook eingegangen: „Alle können miteinander kommunizieren, denn alle sind drin. Kurze Botschaften, Filme – das ist ein neues Medium, das sehr viel Spaß macht." Jeder könne sich ein persönliches Netzwerk mit kommentierten Strukturen aufbauen. „Facebook passt so unheimlich gut in die Lebenswelt von heute." Leute ziehen um. Heigl: „Sie verlieren dabei nicht nur die Hälfte ihrer Möbel und die Nerven, sondern auch ihr reales Netzwerk." Die Facebook-Freunde könne man mitnehmen.
Doch die Stärken sind nach Meinung des Experten auch die Schwächen. Millionen Mitglieder – das ist nicht ideal für jeden, meint Heigl. „Facebook ist ein Medium, das wie ein Staubsauger alles eingesaugt hat." Die Community sei ziemlich labil. Er glaubt, dass die beste Zeit des Netzwerks vorüber sei. Im Netz melden sich immer mehr Stimmen, die sich kritisch zu Facebook äußern. „Der Sohn will nicht, dass die Mama weiß, mit wem er gerade Händchen hält. Und die Lehrerin möchte nicht, dass ihre Schüler wissen, wohin sie abends ausgeht." Ein weiteres Indiz für den Niedergang sieht Heigl darin, dass Facebook seinen Börsengang ein ums andere Mal verschoben habe. Außerdem sei der Gewinn auf lange Sicht zu niedrig.
Mit Spannung wird in seinem Update auf den diesjährigen Medientagen München erwartet, ob Richard Heigl die These aufstellt, „Warum Facebook jetzt wirklich bald stirbt" oder doch eher „Warum Facebook doch nicht stirbt".

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